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14. November 2017 von daniel

Geblitzt.de: Bußgeldbescheide gratis prüfen lassen und Verfahrenseinstellung veranlassen

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Ich wollte nach einigen Monaten nochmal auf diese Möglichkeit hinweisen. Vielleicht hat mittlerweile schon Jemand Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht?
Ein bekannter Fall hier bei uns im Umland ist die A3 am AS Königsforst/Köln-Ost: Geschwindigkeitsmessungen auf der Autobahn A3, AS Königsforst / AK Köln-Ost, in Fahrtrichtung Oberhausen gingen von einer falschen Höchstgeschwindigkeit aus. Zulässig waren 80 km/h, gemessen wurde jedoch mit 60km/h. Diese Messungen führten zu irrtümlich eingeleiteten Bußgeldverfahren und Verwarnungen. 

geblitzt.deSchon wieder geblitzt worden, bei Rot über die Ampel gefahren oder zu dicht aufgefahren? Mit Geblitzt.de steht seit einiger Zeit ein ganz interessant klingender Service zur Verfügung. Die Website prüft euren Bußgeldbescheid, veranlasst gegebenenfalls eine Einstellung des Verfahrens und vertritt euch durch ihre Partner-Anwälte.

Der Clou an der Geschichte ist, dass der Anbieter verspricht, dass die Prüfung gratis und ohne Rechtschutzversicherung stattfindet.

Das Verfahren im Schnelldurchlauf:

  • Anmelden, Bußgeldbescheid oder Anhörungsbogen mit Vollmacht einsenden (das Porto zahlt ihr selbst)
  • Bußgeldbescheid oder Anhörungsbogen wird geprüft und Einspruch erhoben
  • Alle Prozesskosten werden übernommen (auch wenn eine Einstellung des Verfahrens nicht erwirkt werden konnte)

Wie funktioniert das?

Auf Geblitzt.de wird das Verfahren so beschrieben:

Wenn ihr habt einen Bußgeldbescheid erhalten oder euch auf einem Anhörungsbogen zu einem Verkehrsverstoß äußern sollt, meldet ihr euch auf der Homepage an. Mit der Anmeldung erhaltet ihr einen anwaltliche Vollmacht mit der ihr die Betreiber der Website und deren Partner-Anwälte unter anderem berechtigt, in eurem Namen Einspruch gegen gegen den Bußgeldbescheid oder den Anhörungsbogen einzulegen und Akteneinsicht zu beantragen. Diese Vollmacht sendet ihr im Original mitsamt einer Kopie eures Bußgeldbescheids nach der Anmeldung brieflich an Geblitzt.de (es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine Unterlagen per E-Mail-Anhang angenommen werden).

Eure Unterlagen werden dann formal auf Vollständigkeit geprüft. Ist alles in Ordnung, wird gegen den Bescheid in eurem Namen Einspruch eingelegt.
Dabei werden die Einschätzungen in drei Kategorien unterteilt:

  • Es bestehen gute Aussichten auf Einstellung des Verfahrens. Der Fall wird durch die Vertragsanwälte vertreten und die Kosten werden von Geblitzt.de übernommen. 
  • Es bestehen keine Aussichten auf eine Einstellung des Verfahrens. Der Fall wird nicht durch die Vertragsanwälte vertreten aber alle bisher angefallenen Kosten werden von Geblitzt.de übernommen.
  • Es bestehen keine Aussichten auf eine Einstellung des Verfahrens. Dennoch besteht die Möglichkeit, einen für euch vorteilhaften Vergleich zu erzielen. Die Vertragsanwälte vertreten euch auch in diesem Falle. Allerdings wird das nicht durch die Nutzungsbedingungen von Geblitzt.de abgedeckt.

Generell gilt, dass alle anfallenden Prozesskosten übernommen werden. Das gilt auch für den Fall, dass euer Verfahren “wider Erwarten” nicht eingestellt wird.

Warum kostet das nichts?

Das haben wir uns natürlich auch gefragt. Coduka, der Betreiber von Geblitzt.de beantwortet diese Frage in den FAQs:

“Wir stellen unseren Vertragsanwälten eine Software zur Bearbeitung von Mandaten zur Verfügung. Mit Hilfe der Software können Anwälte Arbeitsabläufe vereinfachen und so ihren zeitlichen Aufwand minimieren. Der systeminterne Zugriff auf aktuelle Expertisen erlaubt die bestmögliche Betreuung der Mandate. Unabhängig von erfolgreichen Mandaten, zahlen unsere Vertragsanwälte Lizenzgebühren für die Nutzung der Software. Über diese Lizenzgebühren finanzieren wir unseren Service.”

Die Vertragsanwälte erhalten bei Prozessgewinn über die Bezahlung ihres Honorars durch die Bußgeldstelle hinaus anscheinend noch eine kleine Pauschale von Coduka. Das berichtet das Handelsblatt im betreffenden Artikel.

Klingt auf jeden Fall nach einer fairen Sache – insbesondere, wenn man keine Rechtsschutzversicherung (könnt ihr übrigens hier kostenlos vergleichen) hat.


Zum Angebot

28 Kommentare zu Geblitzt.de: Bußgeldbescheide gratis prüfen lassen und Verfahrenseinstellung veranlassen

  1. sven
    21. Februar 2015
    um 19:13

    Klingt nicht sehr vertrauenerweckend: 2 Sätze – 2 Fehler. Den Text am besten nochmal von den Anwälten checken lassen! ;-)


    • daniel
      21. Februar 2015
      um 19:15

      So sind sie, die Startups ;)


  2. onlinefuchs
    21. Februar 2015
    um 20:03

    Ich habe meinen 1. “Blitzerfall” mal an Coduka gesandt und der Fall ist von einem Vertragsanwalt übernommen worden, welcher auch dann in meinem Namen Einspruch eingelegt hat. Mal schauen, wie es nun damit weiter geht …


    • daniel
      21. Februar 2015
      um 20:05

      Berichte hier auf jeden Fall mal, würd mich auch interessieren.


  3. onlinefuchs
    21. Februar 2015
    um 20:08

    @daniel: mach ich auf jeden Fall, bin echt gespannt, wie die so arbeiten.


  4. Jesus
    22. Februar 2015
    um 07:58

    @Daniel&Stefan: Links wie den von Rainer Schulz solltet ihr löschen.


  5. Jesus
    22. Februar 2015
    um 07:59

    Upps: das ging ja schnell!


  6. daniel
    22. Februar 2015
    um 08:07

    Weiß auch nicht, wie der durch den Filter gekommen ist, hatte ich schon gelöscht!


  7. glojz
    22. Februar 2015
    um 14:07

    Better call Saul


  8. Splash
    22. Februar 2015
    um 15:17

    … ich habe mich mit 2 entsprechenden Sachverhalten an diesen Dienst gewandt
    … Fälle wurden angenommen…. Status in Bearbeitung… ich werde dann berichten,wenn es etwas Neues gibt,wie die Sachen abschließend bearbeitet wurden…


  9. Splash
    22. Februar 2015
    um 15:20

    … ich habe mich mit 2 entsprechenden Sachverhalten an diesen Dienst gewandt … Fälle wurden angenommen…. Status in Bearbeitung… ich werde dann berichten,wenn es etwas Neues gibt,wie die Sachen abschließend bearbeitet wurden…


  10. Splash
    22. Februar 2015
    um 15:21

    … sorry… doppelpost… bitte ersten Löschen,danke!


  11. lenny
    22. Februar 2015
    um 23:36

    Bin maßlos enttäuscht von denen. Absolut inkompetenter Anwalt wurde vermittelt, der seit nem halben Jahr nichts gemacht hat. Finger weg!


  12. splash
    25. Februar 2015
    um 22:05

    lenny
    22. Februar 2015
    um 23:36

    Bin maßlos enttäuscht von denen. Absolut inkompetenter Anwalt wurde vermittelt, der seit nem halben Jahr nichts gemacht hat. Finger weg!

    … was für Konsequenzen sind denn daraus (negativ…?) entstanden…?


  13. onlinefuchs
    25. Februar 2015
    um 22:12

    Ich versteh diese Aussage (…seit nem halben Jahr nichts gemacht…) auch nicht, wenns keine Verurteilung in der Zeit gab, was ist dann daran schlecht???


  14. onlinefuchs
    11. Mai 2015
    um 09:24

    Kurzer Erfahrungsbericht meines inzwischen abgeschlossenen Falls: es wurde mir per Mail mitgeteilt, dass nach Sichtung der Akten keinerlei Erfolgsaussichten in meinem Fall bestehen und der Einspruch durch den zuständigen Anwalt zurückgenommen wurde … :-(


  15. Roland
    11. Juli 2015
    um 19:30

    Gott schütze mich vor Anwälten, Staatsanwälten, korrupten Richtern sowie Versicherungen!


    • daniel
      11. Juli 2015
      um 19:48

      …und vor Blitzen?


  16. JESUS
    11. Juli 2015
    um 20:04

    @Roland: Machen wir – vielleicht!


  17. Bernhard
    28. Oktober 2015
    um 18:40

    Es gibt offenbar eine Methode, die vorm geblitzt werden schützt, denn ich wurde noch nie im Leben geblitzt!
    Ich hab natürlich auch noch nie ein Knöllchen wg. Falschparken bekommen.
    Naja, es ist keine echte Methode – ich habe einfach keine Fahrerlaubnis und so kann man auch 46 Jahre alt werden.


  18. heretikeen
    29. Oktober 2015
    um 12:14

    @Bernhard: Oder alternativ an die Verkehrsregeln halten. Ist natürlich keine echte Alternative für echte Männer, ich weiß schon.


  19. daniel
    29. Oktober 2015
    um 12:28

    @heretikeen: früher oder später musste ja so eine Art von Statement kommen ;)
    Soll das im Umkehrschluss halten, dass jeder, der mal geblitzt wurde, sich (offenbar absichtlich) nicht an Verkehrsregeln hält?
    Ich bin zum Beispiel mal als Nicht-Einheimischer in Hamburg geblitzt worden, wo eine Tempo 30 Blitze ist – wir hatten schlicht das Schild nicht gesehen und es war am Vorabend.. außer uns wurden in dem Jahr an der Stelle übrigens noch 36.135 andere “Raser” geblitzt… sicher nicht alles vorsätzliche Raser, die mit 40 über eine normale innerstädtische Straße “heizen”.


  20. daniel
    29. Oktober 2015
    um 12:29

    (Ergänzung: in einem Jahr hat Hamburg mit der einen Blitze übrigens über 831.000 € Umsatz gemacht, lukrative Sache mit so vielen Rasern…)


  21. Bernhard
    29. Oktober 2015
    um 12:47

    Wenn es denn auch echte Männer wären! Doch es sind solche Luschen, die dann nicht einmal zu dem Mist stehen, den die verbockt haben und irgendwie einen Trick suchen um sich der Strafe zu entziehen.

    Innerorts 20 km zuviel macht lächerliche 35 €. Außerorts 130 statt 100 = 80 €. Klar kann man mit dem Geld schönere Dinge machen. Aber wo beginnt es denn sich ‘zu lohnen’ Einspruch einzulegen? Bei 200 oder 300? 2 Monate Fahrverbot? Leute, lohnt sich das ganze Heckmeck wirklich?

    Akzeptiert vielleicht auch, das man auch einfach mal Pech haben kann. 721 Mal wurde man nicht erwischt und jetzt ist es halt mal geschehen. Mei,
    Die Alternative: Fahrerlaubnis abgeben oder sich an die Verkehrsregeln halten minimiert das Risko schon mal.


  22. daniel
    29. Oktober 2015
    um 12:50

    @Bernhard: grundsätzlich nichts gegen einzuwenden, aber es sollte auch nicht zur Willkür verkommen – die “Blitzen” sollten m.E. einen gewissen Sinn haben und der ist Verkehrssicherheit und nicht Abzocke. Wenn man mehr Geld für den Straßenbau braucht, dann halt über Kfz-Steuer und LKW-Maut.


  23. Bernhard
    29. Oktober 2015
    um 14:40

    < wir hatten schlicht das Schild nicht gesehen und es war am Vorabend

    Es ist dunkel und Du passt Deine Geschwindigkeit nicht den Gegebenheiten an? Hm, ich hoffe das lernt man anders.

    However, wir werden das so nicht lösen können. Das mit der Abzocke hört man öfter. Das mit den Hauptunfallursachen auch. Spitzenreiter dabei … rate mal.

    Wenn die Folgen des Autofahrens so viel Gram bereiten – ist das dann vielleicht das falsche Verkehrsmittel?
    Aber das ist dann gleich wieder eine ganz andere Diskussion.

    Ich wünsche eine sichere Fahrt! Mit welchem Verkehrsmittel auch immer.


  24. Walter
    28. August 2017
    um 21:51

    völlig überflüssig:
    “ich habe einfach keine Fahrerlaubnis und so kann man auch 46 Jahre alt werden.” “Wenn es denn auch echte Männer wären! Doch es sind solche Luschen, die dann nicht einmal zu dem Mist stehen, den die verbockt haben und irgendwie einen Trick suchen um sich der Strafe zu entziehen.”
    Haben Sie nichts Besseres zu tun?


  25. Christian
    30. November 2017
    um 10:20

    Ich kann von geblitzt.de nur abraten. Klingt anfangs echt sehr überzeugend, ist aber nur viel lärm um nichts. habe öfters versucht die Kanzlei zu erreichen, leider ohne Erfolg. Komisch war auch dass da noch eine andere Firma dazwischen geschaltet ist, die nicht mit Rechtsanwälten zu tun hat. Letztendlich musste ich trotzdem meinen Schein abgeben.


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