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26. März 2010 von daniel

Amazon erzwingt für Marketplace niedrige Preise

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Amazon MarketplaceMal kein Schnäppchen, sondern eine kleine Neuigkeit zwischendurch: Amazon versucht, sich auch mit dem Marketplace stärker zu platzieren und führt daher nun auf dem deutschen, britischen und französischen Markt eine „Preisparität“ ein.

Eine super Sache für uns Kunden, weil wir dann nicht extra den Preis vergleichen müssen, wenn uns ein Marketplace-Angebot gefällt. In verständliche Sprache übersetzt heißt das nämlich: Firmen, die ihre Produkte über Marketplace anbieten, sind nun verpflichtet, diese dort für den günstigsten Preis anzubieten. Sicher habt ihr auch schon oft bemerkt, dass Händler ihre Produkte für einen höheren Preis bei Amazon.de anbieten – wenn man dann im hauseigenen Onlineshop schaut, bekommt man das Produkt günstiger, umgeht damit aber natürlich die Provision, die Amazon für diese Werbeleistung normalerweise bekommt.

Laut eines Berichts der Internet World Business müssen ab dem 01. April (Übergangsfrist bis 01. Mai) sowohl der Artikelpreis als auch der Gesamtpreis inklusive Versand ohne Steuern für alle über Amazon angebotenen Artikel nicht über den Preisen auf anderen Plattformen, Katalogen, eigenen Onlineshop oder mobilen Applikationen liegen. Unberührt bleibt das etwaige Ladengeschäft der Händler. Das Ganze gilt auch für Angebote verbundener Unternehmen.

Soviel als kleines Update 😉

Quelle: internetworld.de 


7 Kommentare zu Amazon erzwingt für Marketplace niedrige Preise

  1. chmt
    26. März 2010
    um 17:17

    Ich weiß nicht was daran gut sein soll. Die Preise bei den eigenen Shops werden dann halt etwas steigen, bei amazon werden die Preise etwas fallen und die intelligenten preisvergleichenden Schnäppchenjäger zahlen somit drauf. Außerdem finde ich es bedenklich, dass ein Konzern wie Amazon so tief in die Geschäftsfreiheit der Händler eingreifen möchte.


  2. elsi
    26. März 2010
    um 18:03

    Ich finds ganz gut. Auch wenn ich bisher nur 1 mal bei so nem Händler was gekauft habe, und der spammt mich seitdem mit Werbung zu und man kanns nicht abbestellen -.-

    Wenns was nicht per Prime gibt kauf ichs nicht mehr, ist mir doch egal 😉


  3. daniel
    26. März 2010
    um 18:46

    @chmt: „Geschäftsfreiheit“? Die Händler sind ja freiwillig bei Amazon und i.d.R. würde ich mal behaupten, erreichen sie damit viele Kunden, die sie sonst vielleicht nicht erreicht hätten. Allein die Bequemlichkeit, seinen gewohnten Bestellprozess bei Amazon zu nutzen, alle Daten hinterlegt zu haben etc.

    Ich nehme an, Amazon hat sich aus folgendem Grund dazu entschlossen: es gibt viele Händler, die sich einen Namen wie www_sparbote_de geben und dann mit ihren Produkten den Marketplace zuspammen. Jetzt sehe ich ein Produkt und denke „geh ich doch mal auf http://www.sparbote.de“ und siehe da – das Produkt ist 5 Euro günstiger. Klar – weil keine Provision anfällt. Aber der Händler hat nun durch Amazon vielleicht einen Kunden gewonnen, den er sonst nicht hätte, und Amazon hat die Werbeleistung kostenlos erbracht…


  4. chmt
    26. März 2010
    um 19:20

    @daniel:
    Das hätte man aber auch anders lösen können. Einem Händler die Preise seiner Vertriebskanäle zu diktieren kann man sich jedenfalls nur als Amazon leisten. Wer bei Amazon anbietet muß sich immerhin auch, neben der Provision, mehr Risiken eingehen. Amazon ist nicht sonderlich händlerfreundlich. Ein eigener Shop hat den Vorteil, dass man z. B. durch Zahlunsmittelvorgabe und Scoring die Ausfälle minimieren kann. Die Risiken eines Verrtiebskanals sind natürlich immer in den Preisen mit eingepreist. Ein besonders teurer Vetriebskanal versucht nun mittels reiner Marktmacht seine Risiken auf die einzelnen Händler abzuwälzen.

    Amazon könnte sich anders von den Marktteilnehmern differenzen, z. B. über umfangreiche Zahlungsmöglichkeiten, Treuhandservice usw.

    Außerdem will Amazon dadurch ganz klar Marktmacht ausbauen und konkurrenz verhindern: Die Markteintrittshürden für Konkurenzuternehmen werden höher. Ein Amazon-Konkurrret könnte sich z. B. durch niedrigere Provisionen auf dem Markt etablieren, was zu niedrigeren Kosten für den Kunden führt. Amazon müsste auf seinem Marketplace nachziehen und es würden sich realisitsche Marktpreise bilden. Bei einem Quasi-Monopol wie Amazon es hat (oder einem Oligopol wenn man Ebay als einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten hinzunimmt) verliert am Ende immer nur einer: Der Kunde wg. überteuerten Preisen.

    PS: Auf den Punkte, dass die Preise im Mittel steigen werden bist du nicht eingegangen. Sollte das auf einem Poral wie sparbote.de nicht das Hauptargumente gegen eine solche Aktion sein?

    PS 2: Ich hab in meinem Leben noch keinen Onlineshop betrieben und noch nie auf Amazon verkauft. Ich beschäftige mich aus rein akadmischer Sicht mit dem Themenkomplex Onlineshopping.


  5. Martin
    26. März 2010
    um 21:10

    chmt, ich gebe dir recht. Denn gerade sparbote, als betreiber eine Seite die Schnäppchen sammelt sollte hier eher dezent reagieren.
    Denn letztendlich wird nur Amazon gefördert und nicht die 3t-Anbeiter auf dem Marketplace. Traurig aber wahr.
    Und Amazon ist auch nicht immer der günstigste Anbeiter eines Produktes, viele Kunden sind oft nur zu bequem, lesen die Rezessionen zu Produkten, um sich ein Bild über Qualität zu machen und kaufen dann bei Amazon. Ein Vergleich bleibt da meist hängen … gerade bei größeren Anschaffungen lohnt sich ein Vergleich.


  6. FUTILITY
    27. März 2010
    um 15:19

    Hallo zusammen,

    mal eine Frage zum Datenschutz und -verwendung bei Amazon.
    Soweit ich bis jetzt gesehen habe bietet Amazon 3 Verkaufoptionen:

    1. Verkauf und Versand durch Amazon.de
    2. Verkauf und Versand durch Marketplacehändler
    3. Versand durch Amazon.de (oder ähnl.)

    Wenn ich nun etwas bestelle, wer hat dann eigentlich Zugriff auf meine Daten (Name, Anschrift, Bankdaten)??


  7. Jupp
    28. März 2010
    um 09:01

    Bankdaten sieht nur Amazon!Alle Zahlungen laufen über Amazon


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