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04. Juni 2019 von daniel

Im Test: Alfawise Window Cleaning Robot WS-960 Fenster-Reinigungsroboter für 162,90 €

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Das schöne Wetter steht vor der Tür und die Sonne scheint durch die Fenster. Was eigentlich ein Grund zur Freude ist, offenbart jedoch den lästigen Schmutz auf den Fenstern. Die Eigenmarke von Gearbest namens Alfawise hat sich diesem Problem gewidmet und Fensterputzroboter entwickelt. Was für den Boden mittlerweile vollkommen normal ist, bleibt für das Fenster noch eine Neuheit. Wir haben das Modell WS-960 mal unter die Lupe genommen.

Erster Eindruck

Uns erreichte ein recht großer Karton. Nüchtern gestaltet und recht zweckmäßig. Im Inneren erwartete uns neben dem Roboter an sich einiges an Zubehör. Darunter ein Saugnapf mit zugehörigen Kabel für den Fallschutz, eine kleine Sprühflasche für Wasser, zwei Garnituren der Mikrofaserbezüge und eine Fernbedienung (ohne Batterien). Natürlich noch eine Bedienungsanleitung auf Englisch und das Ladegerät.

Der Roboter an sich wirkt solide verarbeitet und macht einen guten Eindruck. Auffällig ist jedoch, dass er ziemlich groß ist. Für kleinere Fensterflächen also eher ungeeignet (dazu aber später mehr).

Kurz die Bedienungsanleitung studiert und schon ging’s los!

Die Bedienung

Zunächst soll man den Saugnapf auf der Scheibe befestigen und diesen mittels des Kabels mit dem Roboter verbinden. Diesen Schritt habe ich mir jedoch gespart, da ich den Roboter bei der Arbeit überwacht habe und die Fenster von einem dicken Rahmen umgeben sind.

Anschließend muss man die dank Klettverschluss befestigten Mikrofaserpads befeuchten. Laut Anleitung nur mit Wasser (dafür die beiliegende Sprühflasche!). Nach einigen Testdurchläufen empfehle ich aber, direkt Glasreiniger zu verwenden (bei uns Frosch mit Spiritus)! Ein Einfeuchten der Glasflächen ist nicht vorgesehen. Die kann ich auch bestätigen. Wenn die Scheiben vorher befeuchtet werden, versagt die Haftung der Räder und der Roboter kann sich nicht mehr auf der Scheibe bewegen.

Nach dieser Vorbereitung einfach den Roboter an den Strom (das Kabel dafür ist übrigens ultra lang – praktisch!) anschließen und auf die Scheibe setzen. Nun den Kippschalter auf „On“ stellen, warten bis er ein Pieps ausgibt und den Start Button drücken. Dann fängt der Roboter auch schon an selbständig seine Bahnen auf der Scheiben zu ziehen. Ohne vorgenommene Einstellung fährt der Roboter dabei in einer Art Automatik-Modus. Möchten man jedoch, dass er ausschließlich von im Z-Verlauf wischt oder im N-Verlauf, kann man dies mit der Fernbedienung einstellen.

Ist der Window Cleaner fertig, gibt er wieder einen Pieps von sich und hört auf sich zu bewegen. Meistens ist eher dann an der Stelle, wo man ihn vorher an die Scheibe gesetzt hat. Es kann aber auch passieren, dass er woanders fertig wird. Ist diese Stelle auf dem Glas für den Nutzer unerreichbar um den Sauger abzunehmen, kann man die Fernbedienung als Joysticks benutzen und den Sauger zu seiner Stelle der Wahl fahren.

Das ist uns aufgefallen

Vorweg ist zu erwähnen, dass wir diesen Sauger schon seit ein paar Wochen haben und er uns im ersten Test nicht so überzeugt hat, als das wir ihn euch vorstellen wollten. Nach weiteren Tests haben wir jedoch Gefallen daran gefunden.

Die Hintergründe:

Es waren die ersten schönen Frühlingstage, als uns der Roboter erreichte. Super praktisch um die vom Winter verdreckten Fenster zu reinigen – so dachten wir zumindest. Das Ergebnis waren verschmierte Fenster und unzufriedene Gesichter. Um das Problem zu verstehen, muss man die Funktionsweise des Roboter verstehen. Der Roboter kann den Schmutz auf der Scheibe nicht einweichen, abwischen und die restliche Feuchtigkeit abziehen, wie man es beim manuellen Fensterputzen machen würde. Beim WS-920 werden nur die Mikrofaserpads befeuchtet und der Roboter kann den „losen“ Schmutz von der Scheiben abtragen. Ist die Schmutzkapazität der Tücher erreicht, so wird der Schmutz nur auf der Scheibe verteilt. Beim Einfeuchten mit Wasser  mit Wasser konnte man nach zwei Bahnen keine Feuchtigkeit mehr auf der Scheibe erkennen – die Tücher waren faktisch trocken und der gewünschte Effekt blieb aus.

Enttäuscht haben wir letztendlich die Fenster auf herkömmliche Weise geputzt. Doch das hoffentlich zum letzten Mal dieses Jahr, denn: Wer den Roboter auf grundgereinigten Scheiben regelmäßig benutzt, wird ihn lieben. Nach viel Regen und einigen Wochen, haben wir dem Roboter nochmal eine Chance gegeben und diesmal waren wir richtig begeistert. All die kleinen Regentropfen, Hundenasen, Patscher und der Blütenstaub weg und das Ergebnis waren klare Fenster. Nimmt man anstatt des Wassers direkt Glasreiniger und sprüht die Pads auch ordentlich ein, so reicht die Feuchtigkeit auch für eine große Scheibe!

Kritik

Ein paar Kritikpunkte bleiben aber noch bestehen. So wird der Rand der Scheiben nicht  so gut gereinigt, wie die Mitte. Auch sind vereinzelt Streifen zu erkennen. Persönlich kann ich damit leben, denn ich schaffe es auch nicht streifenfrei zu putzen, wenn ich es selber mache. Drittens ist der Alfawise WS-960 sehr laut. Wer jetzt also denkt, er lässt abends beim Fernsehen die Fenster putzen, sollte dann schon auf Kopfhörer umsteigen. Und wie schon angedeutet, eignet sich der Roboter nicht für kleine Fensterflächen. Zwar kann man den Sauger auf kleinen Fensterflächen mit Hilfe der Fernbedienung über die Scheibe navigieren, im Automatikmodus streikt er jedoch einfach. Schade.

Wissenswertes

Den Roboter könnt ihr nicht nur für die Fenster benutzen. Auch Spiegel und andere Glasflächen kann er reinigen. Dank seiner vier Sensoren in den Ecken, erkennt er automatisch wenn das Glas bzw. der Spiegel zu Ende ist. Auch Glastüren sind kein Problem für den Roboter, wobei man hier wieder sagen muss, dass er mit zu vielen Fingerabdrücken überfordert ist.

Fazit

Die Erwartungshaltung ist für den Normalo bei solche einem Preis natürlich hoch. Daher sei gesagt, dass ein Fensterputzer in Person weitaus bessere Ergebnisse erzielt, als der Roboter von Alfawise. Wer jedoch Spaß an Technik und an angemessen sauberen Fenster hat, der wird  mit dem Alfawise WS-960 viel Freude haben. Und die neidischen Blicke der Nachbarn hat man auch garantiert.


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