Anzeige
07. April 2020 von daniel

Corona-Datenspende: mit App freiwillig Gesundheitsdaten ans Robert-Koch-Institut liefern

Corona-Datenspende: mit App freiwillig Gesundheitsdaten ans Robert-Koch-Institut liefern: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1 abgegebenen Stimme(n). - nur für registrierte User möglich

Eine wie ich finde ganz gute Sache, die man (kostenlos) unterstützen kann, hat das Robert-Koch-Institut heute zu Corona ins Leben gerufen.

Im Kern geht es nicht darum, Bewegungsprofile auszulesen oder ähnliches, sondern in erster Linie Gesundheitsdaten.

Ihr werdet pseudonymisiert und als Ortsbezug wird nur die PLZ erfasst.

Hintergrund ist, dass das RKI vor allem die Daten von gängigen Fitnesstrackern (inkl. AppleHealth) auswerten möchte, um ggf. vorhandene Symptome zu erkennen und zu erfassen.

Achtung: Die App dient nicht einer Diagnose oder ähnlichem. Untersuchungen haben wohl gezeigt, dass sich bei betroffenen Personen Dinge wie Schlafryhtmus, Bewegungsaktivität und Herzschlag ändern. Wofür es gut ist? Weiß man jetzt noch nicht, aber ich finde es eine unterstützenswerte Sache und halte das RKI auch für seriös genug, dass ich mir die App installiert habe.

Hier noch ein paar Infos aus den FAQ vom RKI:

Erfasste Daten: 

  1. Automatisch und manuell erfasste Aktivitäten des Fitnessarmbands, wie bspw.:
    1. Sport (bspw. Fahrradfahren, Laufen)
    2. Schlafen und Schlafphasen
    3. Aktivsein (bspw. Gehen, Aktivität)
    4. Ruhezeiten
  2. Automatisch und manuell erfasste Vitaldaten des Fitnessarmbands, wie bspw.:
    1. Puls
    2. Herzratenvariabilität
    3. Stress
    4. Temperatur
    5. Gewicht
    6. Blutdruck
  1. Soziodemografische Daten, soweit diese zuvor vom Nutzer in der Fitnessarmband-Anwendung eingegeben worden sind:
    1. Alter (gerundet auf 5 Jahre)
    2. Größe (gerundet auf 5cm)
    3. Geschlecht
    4. Gewicht (gerundet auf 5kg)

Die Geschlechts-, Körper- und Fitnessarmband-Daten werden benötigt, um mögliche Symptome zu erkennen. Die Postleitzahl wird für die Erfassung der räumlichen Ausbreitung benötigt.

Diese Daten erlauben keine Identifizierung der Person.

Die App ist kein Test auf das Coronavirus. Sie erkennt nicht, ob Sie an COVID-19 erkrankt sind. Die App erkennt verschiedene Symptome, die mit einer Infektion mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören etwa ein erhöhter Ruhepuls (Hinweis auf Fieber) und ein verändertes Schlaf- und Aktivitätsverhalten.

Unterstützte Geräte

Aktuell werden alle über GoogleFit und AppleHealth verbundenen Geräte sowie Geräte von Fitbit, Garmin, Polar und Withings/Nokia unterstützt. Die Integration weiterer Geräte ist geplant. Nicht alle Hersteller von Fitnessarmbändern und Smartwatches bieten die Möglichkeit, Daten digital zu anderen Diensten wie der Datenspende-App zu übertragen.


Zum Angebot

13 Kommentare zu Corona-Datenspende: mit App freiwillig Gesundheitsdaten ans Robert-Koch-Institut liefern

  1. ICH :-)
    7. April 2020
    um 13:18

    Eine sehr gute Sache, den Hinweis hier zu posten. Ich hab zwar keine Apple Watch, aber würde die App sofort nutzen, wenn ich eine hätte. Ich finde JEDER kann mit wenig Aufwand in diesen Zeiten nen kleinen Beitrag leisten, auf sich und seinen Körper hören, einen selbstgemachten Mundschutz (die Volksmaske) tragen, zu Hause bleiben, Abstand halten, vor allem nicht zu viel an sich selbst und die eigenen Bedürfnisse denken.

    Ich mache mir um mich selbst gar nicht so viele Sorgen, aber der Gedanke, Jemanden mit etwas anzustecken, das mir vielleicht nichts ausmacht, aber dem anderen im Zweifelsfall das Leben kosten kann macht mir schon Angst. Dafür möchte ich nicht verantwortlich sein.


  2. daniel
    7. April 2020
    um 13:22

    Danke für deine Worte! Man kann die App übrigens auch nutzen, wenn man nur Apple Health hat ohne Wearable/Smartwatch. Ob dann die Daten so viel bringen, weiß ich natürlich nicht (zumindest Bewegung erfasst das iPhone ja auch für sich).


  3. onlinefuchs
    7. April 2020
    um 14:11

    Gute Sache, wenn sie funktionieren würde. Aktuell ist keine Anmeldung über das Google-Konto für Google-Fit möglich.


  4. daniel
    7. April 2020
    um 14:30

    Könnte mir vorstellen, dass die Server derzeit überlastet sind.. die Website ließ sowas vermuten. Einrichtung über Apple Health heute morgen ging problemlos.


  5. Luchs
    7. April 2020
    um 16:35

    Hört sich eigentlich nicht schlecht an, aber wird wieder etwas sein auf dem Weg zum Sammeln persönlicher Daten. Krisenzeiten sind immer gut etwas einzuführen, das man in normalen Zeiten nie tun würde!


  6. daniel
    7. April 2020
    um 16:37

    @Luchs: man sollte hier wohl hinsehen wie ein Luchs. Solange es doch nicht personenbezogen ist, sammelt z.B. ein durchschnittliches Android-Telefon wohl wesentlich mehr Daten als hier?


  7. Luchs
    7. April 2020
    um 21:24

    @daniel :Nur in Verbindung mit einem Android-Telefon, auf dem es ja nun mal läuft, sind die Daten doch sehr schnell verknüpft, oder?


  8. daniel
    7. April 2020
    um 21:31

    Verstehe ich nicht. Ich vertraue auf die Datenschutzerklärung, laut der pseudonmyisiert wird.


  9. onlinefuchs
    7. April 2020
    um 21:34

    @Luchs: was bringen uns jetzt deine Mutmaßungen, Verdächtigungen und Verschwörungstheorien? Vielleicht mal auf dem Sinn des Beitrages / der App konzentrieren?


  10. andi-DU
    8. April 2020
    um 00:35

    Funktioniert leider nicht mit der Samsung Gear bzw. Samsung Health… Finde ich eher peinlich… Bei dieser App mache ich mir um den Datenschutz keine Sorgen. Nur funktionieren muss es, damit auch ich helfen kann…


  11. andi-DU
    28. April 2020
    um 12:51

    28.04. – 20 Tage später: Samsung Gear bzw. Health noch immer nicht unterstützt… die „ofizielle“ App der Regierung lässt auch auf sich warten. Zumindest die Progger verdienen daran…


  12. daniel
    28. April 2020
    um 13:03

    @andi-DU ja alles etwas komisch. Bei mir steht „Anzahl der gespendeten Tage“: 16. Wonach das hochgezählt wird: keine Ahnung. Hatte die App von Tag 1 an, viele Tage blieb es bei 0 stehen.


  13. andi-DU
    28. April 2020
    um 13:06

    @daniel: Das berichten in der App viele – denke das hat mit den Server-Problemen der Anfangszeit zu tun.. Wir bleiben dran 😉


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Sparbote

Kostenfrei
Ansehen