„Automatisch sparen durch Aufrunden“ – hört sich gut an, oder? Mit Rubarb kann man auch kleine Beträge regelmäßig zur Seite legen, z.B. um ein konkretes Sparziel zu erreichen.

Das Motto lautet „Mehr Geld für deine Träume“. Schauen wir uns die App doch mal etwas genauer an.

Rubarb – so funktioniert’s

Aufrunden oder klasssisch Geld zur Seite legen? Beides möglich.

Aufrunden und sparen

Die Grundidee von Rubarb ist ähnlich wie eine Spardose, nur eben mit Zinsen: Ihr „werft“ Kleinbeträge ein, z.B. durch das Aufrunden: eure Ausgaben, die ihr über ein verknüpftes Paypal-/Giro-/Kreditkartenkonto beglichen habt, werden aufgerundet und hier eingezahlt.

Aus meiner Sicht ist dieses Feature eine wirklich coole Idee. Ihr könnt Kreditkarten und/oder Paypal verbinden. Die App gleicht dann die Buchungen ab und rundet von den Transaktionen auf den nächsten vollen Euro und legt den Betrag dann für euch zur Seite. Also angenommen, ihr kauft was für 11,63€, dann werden 37 Cent zur Seite gelegt. Die kleinen Beträge tun einem i.d.R. nicht weh und man kann unbemerkt ein bisschen was ansparen.

Oder Sparplan anlegen

Man kann auch regelmäßige Sparpläne anlegen, wie man das z.B. auch von Anbietern wie Trade Republic und Scalable (Artikel jeweils verlinken) bzw. von den Roboadvisorn wie Quirion, OSKAR und Co kennt (jeweils verlinken). Diese lassen sich täglich, wöchentlich oder monatlich ausführen. Das geht auch mit kleinsten Summen, also z.B. 1€ monatlich. Man könnte sich ja z.B. mit der Umsetzung der guten Vorsätze sagen „ich spare das Geld für eine weggelassene Zigarettenschachtel pro Woche“ oder ähnliches. Den jeweiligen Plänen könnt ihr einzelne Ziele zuordnen (z.B. „neues Fahrrad“, „Rente“ o.ä.). Natürlich ist das eher für einen selbst als Ansporn gedacht und hat keinen tieferen Grund. Auch Einmal-Einlagen sind natürlich möglich.

Zugriff jederzeit möglich

Ihr seid mit den Zielen nicht gebunden – falls ihr vorzeitig an eure Kohle möchtet, zahlt rubarb innerhalb von 72 Stunden flexibel auf euer Referenz-Girokonto aus!

ETF-Portfolios

Das Geld wird dann einmal pro Woche in ein weltweit gestreutes ETF-Portfolio von iShares investiert. Hier habt ihr die Wahl aus drei verschiedenen Strategien: Relax, Discover und Challenge – je nach individueller Risikobereitschaft.

  • Relax Portfiolio – 0% Aktien, 100% Anleihen, 3,1% historische Rendite
    40% Unternehmensanleihen Europa, 30% Unternehmensanleihen Entwicklungsländer, 20% Staatsanleihen Europa, 10% Unternehmensanleihen USA
  • Discover Portfolio – 50% Aktien, 50% Anleihen, 7,7% historische Rendite
    25% Europa, 25% Unternehmensanleihen Entwicklungsländer, 20% Unternehmensanleihen Europa, 18% Global, 7% Entwicklungsländer, 5% Unternehmensanleihen USA
  • Challenge Portfolio – 100% Aktien, 0% Anleihen, 12,5% historische Rendite
    35% Europa, 31% Global, 17% Entwicklungsländer, 10% Japan, 7% USA

Die historische Rendite beruht auf der Nettowertentwicklung (d.h. der Entwicklung nach Kosten) der jeweils enthaltenen ETFs oder, soweit Fondsdaten nicht verfügbar sind, der Entwicklung der zugrundeliegenden Indizes, die entsprechend dem ausgewählten Portfolio gewichtet sind. Berechnungen beziehen sich auf den Zeitraum 31.03.2016 – 31.03.2021. Die Nettorendite der einzelnen Jahre war dabei wie folgt: Jahr 1 = 2,95%, Jahr 2 = 2,67%, Jahr 3 = 2,97%, Jahr 4 = -1,22%, Jahr 5 = 8,46%. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Konkret wird u.a. der MSCI World SRI Index bespart, der auch noch etwas nachhaltiger ist als der klassische MSCI World Index. Das SRI steht für „Select Reduced Fossil Fuel Index“, also weniger Erdöl.

Was kostet rubarb?

Es fallen keine Depotführungsgebühren, keine Transaktionsgebühren und keine Gebühren für die rubarb-Appnutzung an. Lediglich die iShares ETF-Gebühren von 0,27% pro Jahr fallen an – das ist aber auch bei an deren ETF-Sparplänen üblich. Quasi dafür, dass man sich die Aktien nicht selbst stückeln und um die Abwicklung kümmern muss.

Rubarb im Test

Wir haben das ganze jetzt mal ein paar Tage getestet und z.B. problemlos Paypal und eine American Express Kreditkarte verbinden können. Eine Liste mit unterstützten Karten gibt es derzeit leider nicht, da laut Support zum Jahreswechsel einige Anbieter die Systeme geändert haben.

Konkret sieht das Ganze sieht dann in der App so aus:

Wozu eine eigene App?

Klar könnte man das ganze auch manuell selbst machen, aber in der Regel ist man nie so konsequent (und vor allem – wo bekommt man noch Zinsen?), da ist das aus unserer Sicht ein prima Tool, mit dem man „unbemerkt“ quasi ein paar Notgroschen zur Seite legen kann.

Wie sicher ist mein Geld bei rubarb?

Geld ist natürlich immer Vertrauenssache. Im Hintergrund arbeitet rubarb mit diesen Partner-Firmen zusammen:

  • ETF-Sparpläne von iShares by BlackRock – sind in dem Bereich sehr renommiert und verbreitet (siehe auch Stiftung Warentest)
  • DAB der BNP Paribas – spezialisierte Bank für Vermögensverwaltung und FinTechs; BNP Paribas aus Frankreich ist eine der größten Banken in Europa
  • IDnow zur Authentifierung
  • fintecsystems für die Technik, arbeitet mit 6.000 Banken zusammen

Risikohinweis

Trotz allem gilt natürlich: jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der vermittelten ETFs unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen.

Zuständige Aufsicht: BaFin, Deutsche Bundesbank.

Fun Fact: zwei der Gründer sind Neffen von Olaf Scholz, dem amtierenden Bundeskanzler. Ob das nun ein Pro- oder Contra-Punkt ist, müsst ihr für euch entscheiden 😉

FAQ zu rubarb

Im AppStore gibt es 4,4/5 Sterne für Rubarb.

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